Lokal gefunden werden

Google-Unternehmensprofil einrichten: So werden Sie vor Ort gefunden

Ein kostenloser Eintrag entscheidet oft darüber, ob Kunden in Ihrer Nähe zuerst bei Ihnen anrufen oder bei der Konkurrenz. So richten Sie ihn richtig ein.

Von Taha CanerStand 22.09.20266 Minuten Lesezeit

Jemand sucht „Friseur in meiner Nähe“, „Heizungsbauer“ oder „Restaurant heute Abend“. Bevor er eine einzige Webseite öffnet, sieht er eine Karte mit ein paar Einträgen samt Bewertungen, Öffnungszeiten und Telefonnummer. Ob Ihr Betrieb dort auftaucht und wie er wirkt, entscheidet oft über den Anruf. Das Google-Unternehmensprofil kostet nichts und ist für lokale Betriebe eines der wirksamsten Werkzeuge überhaupt.

Was ist das Google-Unternehmensprofil?

Es ist Ihr kostenloser Eintrag bei Google Suche und Google Maps. Früher hieß er „Google My Business“. Er zeigt Name, Adresse oder Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Webseite, Fotos und Kundenbewertungen. Sie verwalten ihn selbst und können jederzeit etwas ändern.

Wichtig: Für viele Betriebe existiert bereits ein Eintrag, den Google automatisch angelegt hat oder den jemand anderes erstellt hat. Wenn Sie ihn nicht selbst verwalten, können dort falsche Öffnungszeiten oder alte Telefonnummern stehen, ohne dass Sie es merken.

In sechs Schritten einrichten

  1. Prüfen, ob es schon einen Eintrag gibt. Suchen Sie bei Google nach Ihrem Betriebsnamen und Ort. Erscheint ein Eintrag, können Sie ihn in der Regel als Inhaber beanspruchen. Sonst legen Sie einen neuen an.
  2. Ein Google-Konto verwenden, das Ihrem Betrieb gehört. Nutzen Sie nicht das private Konto eines Mitarbeiters und lassen Sie das Profil nicht ausschließlich über das Konto eines Dienstleisters laufen. Sonst hängen Sie später fest, wenn jemand wechselt. Bei mir gilt deshalb: Alle Konten laufen auf Ihren Namen.
  3. Die Grunddaten eintragen. Name so, wie er auch auf Ihrem Schild und Ihrer Webseite steht, ohne zusätzliche Suchbegriffe im Namen. Dazu eine möglichst genaue Hauptkategorie, Adresse, Telefonnummer und Webseite. Wenn Kunden nicht zu Ihnen kommen, etwa bei Handwerkern, geben Sie stattdessen Ihr Einzugsgebiet an.
  4. Bestätigen lassen. Google möchte sicher sein, dass der Betrieb wirklich Ihnen gehört. Je nach Betrieb geschieht das per Postkarte, Anruf, E-Mail oder Video. Das kann einige Tage dauern.
  5. Öffnungszeiten und Leistungen ergänzen. Denken Sie an Sonderzeiten wie Feiertage und Betriebsurlaub. Tragen Sie Ihre wichtigsten Leistungen ein und beschreiben Sie Ihren Betrieb in ein, zwei klaren Sätzen.
  6. Fotos hochladen. Dazu gleich mehr.

Wichtig: Halten Sie Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich. Auf Ihrer Webseite, bei Google, auf Instagram und Facebook. Uneinheitliche Angaben verwirren Kunden und Suchmaschinen.

Fotos: Zeigen Sie, wie es wirklich aussieht

Profile mit echten Fotos wirken vertrauenswürdiger als Einträge mit Standardbildern. Laden Sie ein Logo und ein Titelbild hoch, dazu Bilder vom Team, von Ihren Räumen und von Ihrer Arbeit. Wichtig sind echte Aufnahmen statt Stockfotos. Wenn Personen zu erkennen sind, holen Sie vorher deren Einverständnis ein. Neue Fotos alle paar Wochen zeigen außerdem, dass der Betrieb aktiv ist.

Bewertungen: Das stärkste Vertrauenssignal

Menschen lesen Bewertungen, bevor sie anrufen. Drei Dinge helfen wirklich:

  • Aktiv um Bewertungen bitten. Zufriedene Kunden bewerten selten von allein. Im Profil finden Sie einen Link, den Sie per WhatsApp oder E-Mail verschicken können, am besten direkt nach einem gelungenen Auftrag.
  • Auf jede Bewertung antworten. Ein kurzes Dankeschön reicht. Bei Kritik antworten Sie sachlich, freundlich und lösungsorientiert. Die Antwort liest nicht nur der Kunde, sondern jeder künftige Interessent.
  • Nie Bewertungen kaufen oder belohnen. Das verstößt gegen die Regeln von Google und kann zum Verlust von Bewertungen führen.

Die häufigsten Fehler

  • Veraltete Öffnungszeiten, vor allem an Feiertagen.
  • Kein Link zur Webseite oder ein Link, der nicht mehr funktioniert.
  • Doppelte Einträge für denselben Betrieb, zum Beispiel nach einem Umzug.
  • Bewertungen bleiben unbeantwortet, auch die negativen.
  • Das Profil hängt am Konto einer früheren Agentur oder eines Ex-Mitarbeiters.
  • Eine viel zu allgemeine oder falsche Hauptkategorie.

So pflegen Sie es in zehn Minuten pro Monat

Ein Profil einmal anzulegen und dann zu vergessen, ist der häufigste Grund für schlechte Ergebnisse. Ein kurzer, fester Termin im Monat genügt:

  1. Öffnungszeiten und Leistungen kurz auf Aktualität prüfen.
  2. Ein bis drei neue Fotos hochladen.
  3. Neue Bewertungen beantworten.
  4. Bei Bedarf einen kurzen Beitrag zu einer Neuigkeit oder einem Angebot veröffentlichen.

Ein gepflegtes Profil ist kein Ersatz für eine gute Webseite, aber die ideale Ergänzung: Das Profil bringt die Leute zu Ihnen, die Webseite überzeugt sie.

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Hinweis: Dieser Ratgeber gibt allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Funktionen und Bedingungen der genannten Dienste können sich ändern.

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