„Was kostet eine Webseite?“ ist die häufigste Frage, die ich höre, und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Die Spanne reicht von wenigen Euro im Monat bis zu fünfstelligen Beträgen. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, Angebote einzuordnen und die richtigen Fragen zu stellen. Alle Zahlen sind grobe Erfahrungswerte für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, keine festen Preise.
Die vier Wege zur Webseite
| Weg | Grobe Kosten | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Baukasten selbst gebaut | Wenige Euro bis rund 30 € pro Monat, dazu Ihre eigene Zeit | Sie Freude an der Technik haben und Zeit mitbringen |
| Vorlage, von Profi angepasst | Häufig im Bereich einiger hundert bis etwa 1.500 € | Sie eine einfache Visitenkarte im Netz brauchen |
| Individuelle Webseite vom Freelancer | Oft etwa 1.000 bis 6.000 €, je nach Umfang | Sie einen eigenen Auftritt und einen festen Ansprechpartner möchten |
| Agentur | Häufig ab etwa 5.000 € aufwärts | Das Projekt groß ist und mehrere Fachleute braucht |
Keine dieser Varianten ist grundsätzlich falsch. Entscheidend ist, dass Ergebnis, Aufwand und Budget zu Ihrem Betrieb passen.
Was den Preis bestimmt
- Umfang: Eine Seite mit Kontaktdaten kostet weniger als ein Auftritt mit acht Unterseiten.
- Design: Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein individuell gestalteter Auftritt.
- Texte und Bilder: Wer schreibt sie, wer fotografiert? Gute Inhalte sind oft der größte Zeitfresser.
- Funktionen: Terminbuchung, mehrere Sprachen, Ratgeber-Bereich oder Onlineshop erhöhen den Aufwand.
- Technik und Auffindbarkeit: Ladezeit, mobile Darstellung und lokale Suchmaschinenoptimierung sollten enthalten sein und sind es nicht immer.
- Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht. Klären Sie, wer sie erstellt und wer sie aktuell hält.
Laufende Kosten, die oft vergessen werden
Eine Webseite ist kein einmaliger Kauf. Rechnen Sie von Anfang an mit diesen Posten:
- Domain: Ihre Adresse im Netz, meist wenige Euro pro Monat oder rund 10 bis 20 € im Jahr.
- Hosting: Der Platz, auf dem die Seite liegt. Je nach Technik von kostenlos bis etwa 30 € pro Monat.
- Pflege und Sicherheit: Updates, Sicherungen und kleine Änderungen. Wer das selbst nicht möchte, bucht es dazu.
- Inhalte aktuell halten: Öffnungszeiten, Preise, neue Referenzen. Eine veraltete Webseite schadet mehr, als sie nutzt.
Wenn es verdächtig günstig ist
Ein niedriger Preis ist nicht automatisch schlecht. Achten Sie aber auf diese Warnzeichen:
- Die Domain läuft auf den Namen des Anbieters statt auf Ihren.
- Lange Vertragslaufzeiten ohne echte Kündigungsmöglichkeit.
- Impressum, Datenschutz und mobile Darstellung sind „extra“.
- Sie bekommen Zugang nur zur fertigen Seite, aber nie zu den Konten dahinter.
- Keiner sagt Ihnen, was nach dem Start passiert und was es dann kostet.
Checkliste für Angebote
Stellen Sie jedem Anbieter dieselben Fragen. So werden Angebote vergleichbar:
- Was genau ist im Preis enthalten, und was kostet extra?
- Wer erstellt Texte und Bilder? Wie viele Korrekturrunden gibt es?
- Wem gehören Domain, Hosting-Zugang und alle Inhalte?
- Was kostet die Zeit nach dem Start (Hosting, Pflege, Änderungen)?
- Wie lang ist die Vertragslaufzeit, wie ist die Kündigung geregelt?
- Wie lange dauert es bis zur fertigen Seite, und wer ist mein Ansprechpartner?
Wie ich es handhabe
Ich arbeite mit klaren Paketen statt mit Stundensätzen, damit Sie vorher wissen, was Sie bekommen. Als Richtpreise gelten aktuell:
- Start ab 290 €, bis 3 Seiten
- Business ab 490 €, bis 8 Seiten
- Premium ab 990 €, bis 15 Seiten
Danach empfehle ich die Website-Betreuung ab 39 € pro Monat für Hosting, Sicherheit und kleine Änderungen. Domain, Konten und Inhalte laufen immer auf Ihren Namen. Das verbindliche Angebot gibt es nach einem kostenlosen Erstgespräch.
Rechnen Sie es selbst durch: Im Paket-Konfigurator stellen Sie Ihre Wunschseite zusammen und sehen sofort einen Richtpreis.
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Funktionen und Bedingungen der genannten Dienste können sich ändern.